Verfasst von: Nummer Neun | 4. April 2009

Das Leben ist ein Biergarten

Die Abfahrt nach Karlsruhe verzögert sich auf Sonntag. Daher wird aus meinem Wochenende im Badischen ein Tagesausflug. Das brachte mir einen ruhigen Samstag, eine unaufgeregte Bundesligakonferenz im Radio (sieht jemand am Wolfsburger Rathaus einen Balkon?) und die Möglichkeit, etwas Hausarbeit zu erledigen. Sie blieb ungenutzt.

Deshalb Rückblick auf Mittwoch. Es war der erste komplette Frühlingstag in München. Was macht man da also? Man verabredet sich schnell zum After-Work im Biergarten. Ein Ex-Kollege hatte Zeit (der, der da auch bald geht), aber nicht zu viel, da er danach noch auf eine Firmenfeier mußte. Er brachte dann noch ein paar andere Kollegen mit und so gingen wir zur ersten Outdoor-Maß des Jahres.

Im BiergartenAnstoßen im Biergarten (Archivbild)

Um sieben waren wir dort, der Biergarten recht leer. Lag der doch auch komplett im Schatten. Hatten wir wohl anscheinend auf den falschen gesetzt. Nunja, in den Jacken ließ es sich trotzdem aushalten und als es dunkel wurde, war die Maß geleert. Und dann stand ich vor einem Problem.

„Kommst du noch mit zur Firmenfeier?“

„Ne du.“

„Komm doch mit.“

„Ist doch nicht mehr meine Firma.“

„Aber freuen sich bestimmt alle. Und kontrollieren tut eh keiner.“

„Ja, trotzdem.“

Die Feier war in einer Location mitten in der Stadt und es kontrollierte wirklich keiner. Außerdem brauchte ich die sanitäten Anlagen. Also bin ich mit rein.

Ein seltsames Gefühl. Eigentlich gehörte ich da nicht mehr rein. Aber das war lustig. Von manchen wurde ich zuerst sekundenlang angestarrt, dann begrüßt und gedrückt. Habe mich mit so vielen wie möglich kurz unterhalten, grade mit denen, die ich privat nun nicht mehr sehe. Mein alter Chef kam vorbei und drückte mir die Hand. Es wurde etwas über die alte und meine neue Arbeit geflachst.  Getrunken. Ich habe meinen Nachfolger kennen gelernt, auch nett, und versucht, ihm ein paar mehr oder weniger sinnvolle Weisheiten mit auf den Weg zu geben.

Kurz vor zwölf war dann Feierabend für mich, des guten zu viel und ich bin nach Hause. Ich war zuerst skeptisch, aber letzlich war es doch spaßig. Auf der Feier, die mich gar nichts mehr anging. Statt dessen steht nun am Montag um neun ein wichtiges Meeting an. Nachdem am Freitag sämtliche Abteilungsleiter den halben Tag zusammen gesessen haben, wurde das in meiner Abteilung kurzfristig angesetzt. Verspricht nichts gutes. Ich werde sehen.

Für die Statistiker: Gesehen haben hier im März 628. So viele Views hatte ich im vergangenen Monat. Im Februar waren es noch 467. Und es waren kaum Suchmaschinenanfragen dabei. Und wenn doch, war es wenig spektakulär. Ich weiß nicht, ob ich bei Esprit Shirts mit Stadion Aufdruck oder bei knall bei plasma tv weiterhelfen konnte, bei der kneipentour glockenbach und den diversen Konzertsuchen aber sicher. Außerdem hoffe ich, dass es die KSC-Verantwortlichen waren, die hier zweimal bei der Suche nach Christian Wück gelandet sind. Aber wer weiß das schon.

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