Verfasst von: Nummer Neun | 13. April 2009

Keine Witze über Ostern

Ostern ist so ein wenig wie Weihnachten-Light. Jedes Jahr fast gleich, jedoch nicht ganz so ritualisiert. Die ganze Familie kommt zusammen, man macht sich jedoch nicht ganz so schick. Es gibt Kuchen und Schokolade, letzteres jedoch nicht ganz so viel. Es liegt bei beiden Feiern kein Schnee, an Ostern ist es sogar schon angenehm warm.

Ich war tatsächlich das erste Mal seit Weihnachten wieder zu Hause. Zu Hause heißt: Bei den Eltern und schlafe dort wieder in meinem alten Bett in meinem alten Zimmer, wo noch meine alten Möbel stehen und meine alten Poster die Wände zieren.

Überhaupt merke ich jedes Mal wieder, dass ich dort mittlerweile schon seit, grob gerechnet, 8 Jahre nicht mehr wohne. Ich lese die lokale Tageszeitung und schaue sogar bei den Heirats-, Geburts- und Todesanzeigen nach bekannten Namen. Jedes Mal, wenn ich dort bin, haben andere Geschäfte in der Innenstadt dicht gemacht, dafür sind neue gekommen. Wenn ich irgendetwas nicht kenne, bekomme ich es immer mit den alten Geschäften erklärt, die es schon seit 5 Jahren oder so nicht mehr gibt.

Dieses Mal mußte ich fest stellen, dass das örtliche Brauhaus zu macht. Undenkbar. Als würde in München das Hofbräuhaus schließen. Wenn ich mit Freunden essen gehen will, kann ich mittlerweile nur noch eine Pizzeria, einen Asiaten, einen Jugoslawen (wo wir dann an Karfreitag waren, und ich ein – laut Rechnung-  Ziegeunerschnitzel bestellte – zum Glück ohne Spur einer Ziege) und zwei Cafes empfehlen. Den Rest kenne ich im Prinzip nicht mehr.

Die KaiserstrasseBlick in die Innenstadt – von ganz viel früher. Alte Fotos sind schon toll. (Bild im Internet geklaut gefunden, bei Beschwerden bitte melden)

Die Zeit, in der keine Verwandtschaft dort war und ich nicht mit Freunden weg war, verbrachte ich dann im Garten in der Sonne sitzend (bei den blühenden Bäumen und Büschen – wäre mir so etwas früher aufgefallen? – mit dem ersten Grillen des Jahres) oder ein wenig fernsehend. Die nackte Kanone 1 (ja), Nachts im Museum (naja) und die Bundesliga-Konferenz am Samstag (ohje).

Dort schaffte Schalke zwei Tore, folglich verlor der KSC das Spiel gegen sie mit 0:2. Nächste Woche das traditionslose Derby gegen den schlechtesten Herbstmeister aller Zeiten aus Hoffenheim. Zum Glück ist der Tag für mich schon verplant, so bleibt mir das erspart.

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Responses

  1. Ich bin auch immer wieder geschockt, wie viele Geschäfte in der Heimatstadt zumachen. Da hat man ein paar Jahre außerhalb gewohnt, und dann kommt man wieder zurück und die Hälfte der Geschäfte existiert nicht mehr.
    Aber Hauptsache außerhalb des Ortskerns werden weiter große Einkaufsplätze mit Discountern, Supermarkt, Friseur, Reinigung, Blumenladen, Fitness-Studio, usw. gebaut….

  2. Und in der Stadt entstehen dafür immer mehr SB-Bäcker, Handy-Geschäfte und Tchibo-Filialen.

  3. Also der KSC macht das schon prima momentan. Sagt mein Borussia-Herz! 😉

  4. Ich fürchte ja fast, auch dein Borussia-Herz wird am Ende der Saison weinen, da nutzt der „und wieder kein Tor“-Running Gag des KSC wenig…

  5. Ich glaube auch, dass mein Borussia-Herz am Ende der Saison nicht wieder solche Sprünge machen kann, wie am Ende der letzten Saison…
    Aber die Hoffnung stirbt zuletzt…

  6. Redest du von KA? Welches Brauhaus macht hier denn zu?

    Liebe Grüße, Kat (viel näher dran, aber das noch nicht mitgekriegt habend)

  7. Ne, handelt nicht von KA. Ist in dem Ort, in dem ich aufgewachsen bin. Hast also nichts verpasst 😉


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