Verfasst von: Nummer Neun | 10. Februar 2010

Young Rebel Set, Arctic Monkeys

Der fachkundige Leser weiß: Heute geht es mal wieder um Musik. Gleich zwei Konzerte, die ich in den vergangenen Tagen verfolgt habe.

Young Rebel Set, Molotow (Hamburg)

Eine Abendbeschäftigung vergangenes Wochenende in Hamburg: Das Molotow besuchen. Bekannt durch viele Konzertplakate in München, die als Hamburger Tourlocation das Molotow angeben, sowie durch die After-Show-Party nach dem Oasis-Konzert im vergangegen Jahr. Angekündigt an diesem Abend waren Young Rebel Set, einer Band, von der ich im Vorfeld grade einmal die Myspace-Seite durchgehört hatte und die dort recht unspektakulär klangen.

Ganz anders dann beim Konzert. Nicht weniger als 7 Musiker betraten die Bühne und spielten das, was meiner Einbildung nach Folk-Rock ist. Oder auch: Viele Gitarren, viele Sänger, was es etwas beatelesk machte. Aber auf jeden Fall sehr mitreißend und schwungvoll. Live absolut spaßig und sehr zu empfehlen.

Wieder in den eigenen vier Wänden hörte ich dann erneut die Myspace-Seite durch und war wieder ein wenig enttäuscht. Im Vergleich spürbar ruhiger und gezähmter. Nunja.

Arctic Monkeys, Zenith (München)

Wieder zurück in München gaben sich dann die Arctic Monkeys die Ehre. Leichter Schock vor der Halle: Der Altersdurchschnitt in der Schlange war deutlich jünger als erwartet. Die Zahnspangen blitzen mir entgegegen. Im Laufe des Konzertes sollte sich dieser Eindruck dann leicht relativieren, aber im großen und ganzen gehörte ich wohl schon zu den älteren Besuchern.

Zur Vorband Mystery Jets muss man nicht viel sagen, ich fand sie relativ langweilig und austauschbar. Die Hauptband danach machten dann deutlich mehr Spaß. Stücke bunt gemischt von mittlerweile allen 3 Alben. Da ich die letzten beiden nicht mehr ganz so extensiv gehört hatte, waren für mich die Songs vom Debut natürlich die Höhepunkte. Und für viele andere anscheinend auch. Auch wenn die anderen Sachen auch gut ware – wirklich gut, nicht im Sinne von nicht schlecht. Im direkten Vergleich jedoch fallen die unterschiedlichen Stile des ersten und letzten Albums besonders auf.

Sonstso: Leckere Würstchen vor dem Konzert gegessen, Glitzerkonfettiregen beim letzten Song und Garderobendamen, bei denen man Angst um seine Jacke hatte. Und ein Konzertreview vom Lax-Magazin, dass sich etwas arg penetrant über die fehlende  Bewegung auf der Bühne ausläßt. Was mir dank alter Oasis-Schule während des Konzerts überhaupt nicht aufgefallen ist. Kurz: Es war ein gelungenes Konzert, ein schöner Abend, aber nächsten Monat ist er wahrscheinlich schon wieder vergessen. Jedenfalls hatte ich in den Tagen nach dem Konzert nicht das Gefühl,unbedingt die Arctic Monkeys wieder dauernd zu hören, wie ich es sonst nach großen Konzerten habe.

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Responses

  1. ohne jetzt bösartig klingen zu wollen: Das mangelnde Gefühl, das du am Schluss ansprichst, könnte daran liegen, dass die Arctic Monkeys gar keine so große Band sind. Nach dem Konzert von Ian Brown neulich hatte ich z.B. das dringende Bedürfnis, ganz viel Stone Roses und Browns Solosachen zu hören.

  2. Also ich hab eigentlich andauernd das Gefühl, die exzessiv hören zu müssen. 😉
    Aber gut, das ist ein anderes Thema.

    Altersdurchschnitt wird echt immer krasser, selbst ICH hab mich teilweise in Offenbach alt gefühlt, haha!

  3. Das erste Album ist aber nach wie vor groß, auch jetzt noch, wo der Reiz des Neuen weg ist.


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