Verfasst von: Nummer Neun | 12. Mai 2010

All Around The World

Wer will schon erwachsen sein? Gefangen im Alltag, mit Pflichten und Verantwortung? Arbeiten gehen, weil man Geld braucht, um auf eigenen Beinen zu stehen. Das ist schon was tolles, für sich selbst sorgen zu können, sich seinen Lebensstil zu verdienen. So die ersten richtigen Gehälter im ersten richtigen Job zu bekommen, ein tolles Gefühl. Nutzt sich leider schnell ab und kommt nur noch nach jeder Gehalterhöhung wieder. Ansonsten muss man sich immer mal wieder selbst kneifen um daran zu denken, das es doch was großartiges ist, für sich selbst sorgen zu können.

Andererseits, wenn man mich fragt, an welche Zeit ich am liebsten zurück denke, welche Erfahrung mir am meisten gibt, dann war das bei mir die Zeit zwischen Studium und Arbeit. Diese drei Monate, die ich hatte und in der ich in Argentinien war. Einige Wochen dort auf einer Sprachschule, den Rest der Zeit konnte ich rumreisen, machen, was ich wollte, mir Zeit nehmen für Sachen, die ich sehen wollte, ohne Hektik und Deadline. Es war herrlich, man war so frei, es war so unkompliziert.

Beeindruckend. Iguazu an der Grenze von Argentinien nach Brasilien.

Und dann sitzt man im Kino und schaut sich (vor ein paar Monaten) Friendship an oder schaut sich (heute abend) Vincent will Meer an und denkt wehmütig an diese Zeit zurück. Oder hört auf einmal wieder mehr von der Freundin aus Argentinien. Oder bekommt ganz überraschend eine Mail, von einem, den man aus besagter Sprachschule kennt und von dem man seither nichts mehr gehört hatte.

Und man denkt sich, irgendwie ist diese Zeit doch leider vorbei. Das sorglose Leben, Reisen, wohin man möchte. Nun plant man schon die großen Reisen, wenn man sich traut, drei Wochen Urlaub am Stück zu beantragen. Und wenn man die dann hat, dann, bitte schön, sollen die auch gut ausgenutzt werden.

Man googelt sich so durch die Reiseangebote, es gibt so viele Länder, die man noch entdecken möchte, Touren werden angeboten, jeder Tag ist geplant und perfekt durchorganisiert. Man denkt mehr nach, möchte Sicherheiten haben, am Besten alles schon von zu Hause durchgestylt, so dass vor Ort nichts mehr passieren kann.

Man merkt’s, der Jahresurlaub ist bei mir wieder ein Thema. Ich will weg, weit weg, völlig abschalten, so lange wie möglich. Am liebsten würde ich einfach wegfahren. Irgendwohin. Und dann schauen, wo ich an komme.

Grenzenlos. Der Blick über die Provinz La Rioja.

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Responses

  1. Und? Schon eine Idee?

    Mal wieder richtig abschalten, das hört sich echt nach einer verdammt geilen Idee an. Ach ja, Fernweh auch hier…

  2. Ideen schon… aber noch viel zu viele Optionen 🙂


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