Verfasst von: Nummer Neun | 5. August 2010

Dreams are my reality

Ok, furchtbar originell, aber ich war am Mittwoch im Kino und zwar in Inception. Wie gefühlt fast jeder, der sich so halbwegs fürs Kino interessiert. Kurze Zählung in meiner Abteilung: Mit mir haben ihn nun 5 von 7 gesehen. Und, was noch bemerkenswerter ist: Jeder davon hält es für nötig, ungefragt darauf hin zu weisen, sei es über Facebook oder sei es persönlich, gleich morgens, wenn man das Büro betritt. Ein kleiner Hype also, meiner Erinnerung nach der erste Kinohype des Jahres, abseits von pubertierenden Teenagern, die auf blasse Vampire stehen.

Nun also am Mittwoch auch ich. Die Handlung zu erklären erspare ich mir, sage nur, sie hatte was von Matrix – aber auch von Oceans Eleven,  und verweise auf den (etwas leisen) Trailer:

Durch die ganzen Berichte und Kritiken im Vorfeld war die Erwartungshaltung an den Film hoch. Die beste Voraussetzung also, um dann etwas enttäuscht das Kino zu verlassen. Überraschenderweise ist das jedoch nicht passiert, der Film war tatsächlich großartig. Und das lag nicht nur an den Effekten, die einen teilweise wirklich staunen ließen. Die Verknüpfung zwischen der Haupthandlung und des persönlichen Schicksals der Figur von di Caprio war sehr gelungen. Der Aufbau der Story bis zum dramatischen Höhepunkt beispielhaft.

Etwas blass blieben die Nebenfiguren, deren Motivation man nicht immer nachvollziehen konnte – warum lassen sie sich auf dieses Unternehmen ein? Geld? Die eine ist Studentin und macht dann bei so etwas mit. Erfreulicherweise wurde auf knackige, humoristische Einzeiler bis auf wenige Ausnahmen verzichtet, sehr angenehm in diesem Twitter-Zeitalter. Jedoch ein Einzeiler ließ das Grundgerüst der Story etwas erschüttern, Stichwort man kann ja auch größer träumen. Zündete als Gag zwar gut, infizierte aber den Gedanken beim Zuschauer, warum man manche Probleme nicht einfach anders löste – man könnte ja auch Godzilla los lassen oder so.

Aber das ist Kritik auf hohem Niveau, der Film war, wie eingangs schon gesagt, sein Geld wirklich wert und bot zweieinhalb Stunden nicht zu platte Popcorn-Unterhaltung vom feinsten. Und hat bestimmt das Potenzial für zwei, drei Szenen, die sich in das Gedächtnis der Kinogeschichte einbrennen können. Allerdings glaube ich nicht, dass man ihn in einigen Jahren für genau so revolutionär halten wird wie die Matrix.

Also, um jetzt so positiv aus diesem Thema heraus zu kommen, wie es der Film verdient hat: Schaut ihn euch an, es lohnt sich!

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Responses

  1. Also, in meinem direkten Umfeld hat den Film fast niemand gesehen.

    Und die 3 anderen im Büro kennen bestimmt nicht mal den Titel. Das liegt aber bestimmt daran, dass ich hier das Kücken bin, und die anderen alle fast doppelt so alt sind wie ich. Da geht das Interesse eher so Richtung Enkelkinder… 😉

    Eigentlich wollte ich den Film aber auch sehen. Allerdings ist mein Begleiter absolut abgeneigt, wenn es um Herrn DiCaprio geht. 😉
    Vielleicht kriege ich ihn ja doch noch überredet, ansonsten gibt es ja irgendwann auch noch die DVD… 🙂

  2. Warum das, DiCaprio ist doch nicht schlecht und hat schon ein recht gutes Händchen für die Auswahl seiner Filme.

    Allerdings würde ich behaupten, dass man den Film im Kino sehen muss, weil er dort eindrucksvoller wirken könnte als auf dem heimischen Fernseher.

  3. Ich fand den Film auch großartig.
    Und nur weil der Leo in Titanic schlecht war, ist er noch lange kein schlechter Schauspieler…

    Mich beschäftigt der Film jedenfalls noch ganz schön….


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