Verfasst von: Nummer Neun | 14. Oktober 2010

Abenteuerreise

Falls sich jemand fragt, wann ich denn das letzte Mal ein Tränchen verdrückt habe, dann kann ich ganz klar sagen: Das war am Mittwoch Morgen, als ich im Fernsehen – extra eingeschaltet, weil sonst hasse ich Frühstücks-TV wie die Pest – Bilder von der Rettung aus Chile gesehen habe. Aber das nur so am Rande.

Richtig zum heulen ist im Moment mal wieder der MVV. Im Öffentlichen Nahverkehr in München wird gestreikt, obwohl – so wie ich das verstanden habe – eigentlich dann doch wieder nicht. Es gibt jedoch auf jeden Fall eine Streikdrohung und einen hohen Krankenstand, weswegen sich der MVV genötigt sah, die Fahrpläne anzupassen. Und bin ich so schon immer ewig unterwegs auf dem Weg zur Arbeit, wirft man mir nun weitere Knüppel zwischen die Beine.

Die letzten Kilometer auf dem Weg ins Büro muss ich ja mit der Tram überwinden. Das klappt normalerweise eigentlich ganz gut. Wenn sie fährt, ist sie eigentlich meistens sehr pünktlich, auch im tiefsten Winter. Es würde sich jetzt wahrscheinlich gut machen, aber ich kann da wenig über schlechte Erfahrungen berichten.

So sollte es sein: Die Tram kommt (Symbolfoto via).

Jedoch nicht im Moment. Statt bis zur Firma fährt die Tram jetzt die Strecke nur noch bis zu einigen Stationen davor ab. Warum auch immer, wie man dadurch den Personalbedarf optimieren kann, bleibt mir ein Rätsel. Statt dessen fahren nun von dieser Haltestelle aus Ersatzbusse auf der Strecke weiter. Das heißt: Einmal mehr umsteigen und im Gegensatz zu den pünktlichen Trams sind die Busse auch noch deutlich zu spät. Dienstag Abend war es dann tatsächlich sogar so,  dass der erste Ersatzbus schon voll war, als ich einsteigen wollte und ich dann weiter auf den nächsten warten mußte.

Mein ohnehin nicht grade kurzer Anfahrtsweg verzögert sich dadurch noch einmal um 10-20 Minuten, was doch stark auf die Nerven geht. Grade jetzt muss ich da aufpassen, das nicht als Wink mit dem Zaunpfahl mißzuverstehen, zieht sich doch die Sache mit meinem Vertrag immer noch hin. Dieser läuft im Januar aus und man (man = neutral formuliert) kommt ins grübeln, ob es (es = alles) diese ganze Fahrerei denn wert ist oder man das nicht auch etwas einfacher haben könnte in Wohnungsnähe und fragt sich, wie wichtig überhaupt einzelne Kriterien bei der Jobbewertung sind. (Dazu kommen auch wieder akute Urlaubsplanung für den März, aber ich will es jetzt nicht unnötig kompliziert machen) Naja. Die nächsten Wochen werden wohl zeigen, wo die Reise hingeht.

Und dann kommt jetzt auch noch der Herbst und zwar gewaltig! Man man, immer alles auf einmal.

Advertisements

Responses

  1. Nahverkehr ist schön, Nahverkehr ist toll *sing*

    Und der Herbst/anfängliche Winter ist sowas von BUHHH und kalt! Pfui pfui pfui!

    Und wegens de Ina: Seit dem die das bei Switch parodieren, finde ich es seltsamerweise irgendwie peinlich… :/
    Aber unterm Strich ist es meist sehr unterhaltsam, auch wenn ich mich manchmal fremdschämen muss…
    Aber Jupiter Jones sind großartig und das immer… ganz ohne fremdschämen ❤

  2. 1. Hast Du Mal darüber nachgedacht auf Fahrrad umzusteigen? Für dieses Jahr ist es schon etwas zu spät, aber ich habe es gemacht und meine Agressionen haben sich deutlich vermindert. Oder ist der Weg zur Arbeit zu weit?

    2. Die Bahn droht ab dem 25igsten mit Streikst. Wenn die S- Bahn in München auch noch ausfällt, haben wir den Super Größt Anzunehmnenden Unfall.

  3. Mit dem Fahrrad wäre es beim besten Willen viel zu weit…

    Heute ist die Tram auch schon wieder direkt gefahren… da wäre also Luft für einen zünftigen S-Bahn-Streik.


Kategorien

%d Bloggern gefällt das: