Verfasst von: Nummer Neun | 5. Dezember 2010

Blur (Album und Band)

Entschuldigung, aber ja: es ist schon wieder Musik-Content. Wem es langsam zu viel wird, der kann ja auf den Gefällt mir nicht Button klicken. Es handelt sich dieses Mal noch nicht einmal um aktuelle Musik, sondern um Musik aus den 90ern. Aus den goldenen Jahren des Britpop. Um Blur, um genau zu sein.

Als junger Mensch in den 90ern musste man sich ja positionieren: Oasis oder Blur. Bekanntermaßen hatte ich mich für Oasis entschieden und wollte dementsprechend von Blur nicht viel wissen. Ok, Song 2 kannte man, das war klasse, dieses rausgerotzte Punkstück allerdings eher untypisch für die Band, aber ansonsten konnte ich mit Blur, den Poloshirt tragenden Schlaumeiern, wenig anfangen. Ich bekam, kurz vor dem Abi, deren damals aktuelles Album 13 ausgeliehen. Und dazu fand ich überhaupt keinen Zugang. Was war das, was sollte das sein?

Schließlich bekam ich auch noch ihr selbstbetiteltes Blur-Album zugesteckt. Das mit Song 2. Und das war dann gar nicht mal so schlecht, da waren tatsächlich einige hübsche Pop-Nummern drauf. Ich überspielte es mir auf das zu der Zeit heißeste Technik-Dingens: Auf Minidisc.

Damit war ich die nächsten Jahre dann Blur-Technisch erst einmal versorgt. Bis sich dann irgendwann heraus stellte, dass die Minidisc doch nicht die Zukunft der Speichermedien war. Obwohl sie doch in einem meiner liebsten Filme, in Strange Days, eine größere Rolle spielte, aber gut, es war ein Sciene-Fiction-Film, der im Jahr 2000 spielte.

Die Minidisc geriet mit der Zeit als Datenträger dann kollektiv in Vergessenheit, genauso wie Blur bei mir wieder etwas ins Hintertreffen geriet. Ich weiß gar nicht wie, aber vor einigen Wochen bin ich bei youTube dann auf Clips von Blur gelandet. Live-Mitschnitte von ihrem großen Reunion-Konzert aus dem vergangenen Jahr. Sie spielen ihre großen Hits vor einer unüberschaubaren, riesigen Menschenmasse und alle sangen jedes Wort sicher mit.

Nun war ich vor zwei Wochen wieder auf eBay aktiv und habe nun erstmals in meinem Leben Geld für Blur ausgegeben. Jemandem aus Erfurt kaufte ich das Blur-Album gebraucht ab, am Freitag hatte ich es jetzt im Briefkasten. Und freue mich nun über den legalen Besitz von so schönen Stücken wie On Your Own, Look Inside America, You’re So Great und natürlich Song 2. Woo hoo. Ganz besonders freue ich mich aber über Beetlebum, dem Opener. Wenn dort der Refrain einsetzt bin ich wieder so jung, wie damals als ich das Album das erste Mal hören konnte.

Ein Euro hat mich das Album übrigends gekostet. Plus Versandkosten.

Und irgendwann traue ich mich dann auch mal an Radiohead ran.

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Responses

  1. Bis auf Song 2 und einigen wenigen anderen Stücken bin ich kein großer Blurfan.
    Eines der neueren Alben habe ich mal geschenkt bekommen, höre es mir aber so gut wie nie an.

  2. Wer hat denn was gegen Musik-Content gesagt?

    Same here, bis auf „Song 2“ habe ich nie wirklich Zugang zu Blur gefunden. Kommt ja vielleicht noch. Und was Radiohead angeht, na ja … 😉

  3. Wie gesagt, das Blur-Album bietet einen recht guten Zugang zum Schaffen der Engländer.


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