Verfasst von: Nummer Neun | 31. März 2011

IV: Karibik-Gefühle

Schlußspurt: Der Urlaub neigt sich langsam dem Ende zu. Wir sind an der Karibikküste angelangt und fahren nun weiter in eine der schönsten und wichtigsten Städte Kolumbiens.

Cartagena

Von Santa Marta aus nehmen wir einen Bus nach Cartagena. Cartagena wurde bereits 1533 von den Spaniern gegründet und war lange Zeit ihr Tor in die neue Welt. Von hier wurden Gold, Silber und Edelsteine verschickt, hier betraten fast alle Sklaven erstmals amerikanischen Boden.

Wenn man die Stadt besichtigt, gibt es im Prinzip drei Dinge, die man gesehen haben sollte. Da wäre zunächst das Kastell der Spanier, das größte, dass sie in Südamerika errichtet haben. Von dessen Spitze aus hat man einen schönen Überblick über die Stadt. Die Altstadt und die sie umgebene Stadtmauer muss man ebenfalls besichtigt haben. Kleine, belebte Gässchen, Paläste, Kirchen, Geschäfte und Restaurants: Ein gradezu europäisches Zentrum mit karibischem Flair. Und zu jeder Tages- und Nachtzeit gut besucht. Und ebenfalls recht eindrucksvoll, weil so unerwartet für Kolumbien: Der moderne Stadtteil Bocagrande mit seinen schlanken Wolkenkratzern, direkt am Meer. So stelle ich mir auch Miami vor.

Das Kastell und die Altstadt schaffen wir bis zum Mittag. Am Nachmittag wird es dann unerträglich heiß. Die Sonne brennt, es regt sich kein Lüftchen. Wir geben auf, unterbrechen die Stadttour und gehen zurück in unser Hostel und genießen die Klimaanlage. Erst am Abend trauen wir uns wieder raus und setzen unsere Tour fort, laufen in der Abendröte Richtung Bocagrande und sehen die Altstadt auch noch in der nächtlichen Beleuchtung.

Die Befestigungsanlage

In der Altstadt

Der moderne Stadtteil Bocagrande

San Andres

Und damit genug der Besichtigungen: Zum Abschluß des Urlaubs stehen ein paar Tage Strand auf dem Programm. Zu Kolumbien gehören einige Karibikinseln, die größte davon ist San Andres vor der Küste Nicaraguas. Mit dem Flugzeug benötigt von – na klar – Bogota aus gut drei Stunden, bis man die Insel erreicht. Am kleinen Flughafen werden wir abgeholt und in den kleineren Ort San Luis gebracht, wo wir ein All Inclusive Hotel gebucht haben.

Das ist eigentlich nicht so ganze meine bevorzugte Art von Urlaub, aber für 2-3 Tage geht es. Essen und Getränke sind frei, die Zimmer kühl, die Pools nicht zu voll, das Essen nicht schlecht. Von der Insel sehen wir nicht viel, wir sind meistens in der netten Hotelanlage, spazieren aber auch gerne an dem schmalen vor der Tür liegenden Strand entlang. Nach den zwei Wochen vorher haben wir uns das auch ein Stück weit verdient.

Links das Hotel, rechts der Strand

Am Strand von San Luis

Johnny Cay

Wenn man auf San Andres ist, gehört ein Ausflug jedoch zum Pflichtprogramm: Die Fahrt nach Johnny Cay. Das ist eine kleine Insel, etwa eine Meile von der Küste entfernt, die so ziemlich einem feuchten Karibiktraum entspricht. Türkisblaues Wasser, weiße Strände, Palmen mit Kokosnüssen. Würde man ein Rafaello angeboten bekommen, es würde einem nicht wundern. An der Stelle, an der die Schiffe ankommen, sind einige Stände aufgebaut, die Strände in der unmittelbaren Nähe gut besucht. Geht man nur ein paar Minuten weiter, ist man fast für sich alleine. Und in 20 Minuten hat man die Insel umrundet.

Zum Mittagessen werden wir auf eine noch kleinere Insel weiter gefahren – nach Haynes Cay. Hier gibt es einen kleinen Imbiss, es gibt leckeren Fisch mit Reis, es läuft Reggaemusik und die Jamaicafarben begegnen einem überall. Das Wasser ist kristallklar, wohl ein Paradies für Schnorchler und man kann durch das flache Wasser zur Nachbarinsel waten. Der ganze Ausflug ist wie ein Traum.

Karibiktraum Johnny Cay

Ein Ureinwohner der Insel

Zu Fuß von Insel zu Insel

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Von San Andres aus geht es mit dem Flugzeug zunächst wieder zurück nach Bogota, wo wir ein weiteres Mal übernachten. Noch einmal am Abend gut essen gehen, ich bekomme ein unglaublich gutes und großes Steak. Am nächsten Tag fahren wir dann am Nachmittag zum Flughafen. Es empfiehlt sich, früh dort zu sein, die Sicherheitsvorkehrungen beim Verlassen des Landes nehmen einiges an Zeit in Anspruch. Um 18 Uhr Ortszeit verlasse ich Kolumbien, gute 10 Stunden später bin ich in Madrid. Mein Anschlußflug setzt mich dann um 15 Uhr Münchner Zeit wieder in der Heimat ab. Müde, aber zufrieden. Ein toller Trip. Anstrengend zwar, aber dafür unglaublich vielfältig.

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Ende

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I: Bogota und raus aufs Land + II: Kaffee und Kartelle + III: Meere und Seen + IV: Karibik-Gefühle

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