Verfasst von: Nummer Neun | 28. Januar 2012

Was vom Januar übrig bleibt

Was gab es sonst noch so im Januar? Ich war unbeabsichtigt oft im Kino, ab und an mal Essen und meine Eltern waren hier zu Besuch. Neben der Fahrt zum Chiemsee habe ich mit ihnen auch die Nachtwächtertour gemacht. Abends zu Fuß rund um den Marienplatz und dazu ein paar Geschichten zu München im Mittelalter hören: Ich kann es nur empfehlen.

München an einem Abend im Januar

Im Kino dagegen kann ich nicht alles empfehlen. Aber das mal der Reihe nach:

Verblendung (US): Wie man ja weiß, gibt es diesen Film nur, weil das US-Publikum keine synchonisierten Filme mag, aber die Buchvorlage auch dort sehr erfolgreich war. In Europa, besonders in Deutschland war die schwedische Version vor 2 Jahren ja schon sehr erfolgreich. Nun versucht sich also David Fincher an dem Stoff. Und den finde ich nach wie vor immer noch so stark, dass man sich die Geschichte jetzt erneut ansehen kann. Auch dieser Film ist stark, von der Atmosphäre her vielleicht sogar stärker als bei den Schweden. Die Gewaltszenen sind hier nicht ganz so drastisch, inhaltlich gibt es leichte Unterschiede, die aber teilweise – so habe ich mir es sagen lassen – näher an der Buchvorlage liegen. Daniel Craig macht seine Sache sehr gut, die US-Lisbeth wurde nun sogar für den Oscar nominiert. Wer also den Originalfilm nicht für ein unanfechtbares Meisterwerk hält, sollte auch ruhig hier mal rein schauen. (8 von 10)

Ziemlich beste Freunde: Der Überraschungs-Hit aus Frankreich. Reicher, gelähmter Weißer wird vom armen, schwarzen Pfleger betreut. Wenn es schon bei Lethal Weapon heißt Ein Schwarzer und ein Spinner sind immer die Gewinner, so trifft das auch hier irgendwie zu. Der Film macht Spaß und die Geschichte, wie sich die beiden ungleichen Hauptfiguren anfreunden, ist gut und überzeugend erzählt. Zu Recht ist das Kino überall voll, wo der Film gezeigt wird! (8 von 10)

Drive: Warum dagegen dieser Film überall so hochgelobt wird, ist mir ein Rätsel. Sicher, er sieht gut aus, ist auch irgendwie anders und der Soundtrack dazu ist klasse, aber das war’s auch schon. Nach einer halben Stunde wäre ich am Liebsten schon wieder raus aus dem Kino. Der Film braucht 45 Minuten, um den namenlosen Helden des Films und die anderen Protagonisten in die Ausgangssituation zu schieben. Dann peitschen zwei Schüsse durch das bisher ruhige Kino und läuten die eigentliche Handlung ein. Es entwickelt sich eine bekannte Gangsterstory ums jagen und gejagt werden, die oft unnötig brutal ist. Und nicht mal ein Augenzwinkern hat, welche z.B. die Tarantino-Gewalt oft erträglicher macht. Schade, Chance vertan zu einem richtig guten Film. (6 von 10)

Der Himmel über München am frühen Morgen

Auf der Arbeit lief es Anfang des Monats noch ein wenig zäh, es besserte sich aber dann im Laufe des Januars bis zur fast zweistündigen Präsentation, die ich Ende des Monats intern halten durfte. Inhaltlich war die zwar nicht ganz so anspruchsvoll, weil es ein Thema war, das ich immer mal im Blick habe, aber die Dauer hatte mir vorher doch etwas Sorgen gemacht. Am Freitag mussten wir dann schließlich wieder neue Büros beziehen. Leichte Umstrukturierungen brachten den zweiten Bürowechsel innerhalb eines halben Jahres mit sich.

Ein neues, gutes Lokal habe ich schließlich auch noch in diesem Monat entdeckt. Nach dem es mir wärmstens empfohlen wurde, waren wir im K-V-R, was für Kapitales vom Rind steht. Das besondere hier: Man kann sich an einer Theke direkt sein Fleischstück aussuchen, das dann nach eigenen Wünschen gegrillt wird. Ich hatte ein 250gr Stück und es schmeckte traumhaft gut. Saftig und schmackhaft gewürzt. Das kann man sich wirklich mal gönnen.

Schließlich war auch noch der Winter in der Stadt. Zwar immer nur zu Besuch für ein oder zwei Tage, aber er war da. Diese Schneepracht hier z.B. war am nächsten Nachmittag schon wieder vollständig verschwunden.

Der Winter war auch mal zu Besuch

Der Januar ist damit so gut wie durch. Zwei Arbeitstage noch, morgen frühstücken gehen und das Band of Skulls Konzert am Montag, dann war’s das. Wie lange noch bis zum Weltuntergang?

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Responses

  1. 2 Stunden Vortrag? Ja, sowas hört sich immer erst sehr viel an, aber wenn zwischendurch diskutiert wird, geht es irgendwann rum. Jedenfalls hoffe ich, dass es dir so ergangen ist? Liefs? Ich habe meinen auch hinter mich gebracht. Das Problem war dieses Mal die Kürze. Durfte „nur“ 20 min reden und da habe ich so meine Probleme. Optimal ist für mich 30 min, aber ich glaube, dass ich es irgendwie hinbekommen habe. Es hat sich jedenfalls keiner über die Länge beschwert….der nächste steht im März an. *würg* Schönes Wochenende noch!

  2. Ziemlich beste Freunde schaue ich mir noch diese Woche an. Ich freu mich schon drauf.

    Naja, da ich Metal höre, ist die Wahrscheinlichkeit eher sehr gering, dass der „Durchschnittsmensch“ die Bands kennt. Ich hab aber auch nichts dagegen „große Bands“ auf meinem Shirt zu zeigen, solange ich sie eben mag.

    Okay, ein „Wilde Kerle“-Shirt würd ich auch, wenn überhaupt, nur noch zum Schlafen tragen..was ich nicht tun würde. o_O

  3. @T.: Kannst du auch, ist echt ein schöner Film.

    @ide: Ja der Vortrag lief gut, ich war jedenfalls sehr zufrieden damit 🙂


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