Verfasst von: Nummer Neun | 8. Februar 2012

Außendienst

Eigentlich habe ich ja einen ganz normalen Bürojob. Morgens fahre ich hin, setze mich an meinen Schreibtisch, abends fahre ich wieder nach Hause. Mal vereinfacht gesagt. Aber ab und an, da darf ich auch mal nach draußen. Heute war es wieder soweit. Hamburg stand auf dem Plan.

Dafür klingelte bei mir schon um 4:30 Uhr der Wecker. Das Aufstehen ging überraschend gut und zügig, so schnell komme ich an einem normalen Tag nicht aus dem Bett. Dann Frühstücken, ordentlich anziehen (naja, ne Jeans war es dann doch) und um 5:15 stand ich am kalten Bahnhof, wartend auf die S-Bahn zum Flughafen. Dort konnte ich dann direkt zum Security Check durch gehen, eingecheckt war ich schon seit dem Vortag. Pünktlich um 7:05 ging es dann los. Überhaupt funktionierte alles, trotz Winter und etwas Schnee, reibungslos.

In Hamburg war ich dann um kurz vor 9. Schnell noch etwas Bargeld geholt und dann mit dem Taxi zum Veranstaltungsort, gleich in der Nähe der Landungsbrücken. So zentral möchte ich auch mal arbeiten! Dann begann der eigentliche Teil des Tages: Erst noch etwas Smalltalk vor Beginn, dann ab 10 Uhr einen zwei Stunden langen Vortrag an hören, eine Art Mischung aus Statusbericht und Verkaufspräsentation und dann gab es auch schon wieder Mittagessen. Buffet und Anschlußgespräche, das ganze hielt dann bis um kurz nach 1, immerhin war damit etwas früher Schluß, als ich vorher einkalkuliert hatte.

So konnte ich noch etwas an den Landungsbrücken entlang spazieren. Die Sonne hatte sich gezeigt, dadurch war es recht angenehm. Und dieser freie Blick aufs Wasser, den hat man ja in München so nicht. Es war tatsächlich alles vereist.

15 Minuten Freizeit: Der Hamburger Hafen

Wieder mit dem Taxi zurück zum Flughafen, der Security Check ging richtig flott. So hatte ich noch genug Zeit, um mal ganz prollig die Bild zu lesen. Und wenn ich das richtig gesehen habe, ist beim Warten auch Kate Abdo an mir vorbei gelaufen. Wenn sie es wirklich war (und die Chancen stehen gut, am Abend saß sie bei Markus Lanz im Studio in Hamburg), war das mein persönliches Highlight des Tages. Dann war Boarding Time. Im Gegensatz zum Morgen war der Flieger jetzt auch ziemlich voll, eine ganze Schulklasse aus Österreich flog mit und verteilte sich überall auf die Mittelplätze. Der Rest ging auch wieder ohne Probleme, um kurz nach 4 war ich in München, runter zur S-Bahn und dann zieht es sich ja immer noch ein wenig, weil der Flughafen hier so weit draußen liegt. Immerhin, halb 6 war ich wieder zu Hause, deutlich früher, als bei einem Bürotag.

Kaputt bin ich aber trotzdem. So früh aufstehen für effektiv nur 2 Stunden hartem Programm. Auch irgendwie unsinnig. Außendienst ist auf Dauer nichts für mich.

Und jetzt kämpfe ich gegen die Müdigkeit, um mir das Finale von American Horror Story anzuschauen. Aber ich werde durch halten!

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Responses

  1. Bis auf den Erste-Hilfe-Kurs alle zwei Jahre komme ich aus meinem Büro nie raus.
    Manchmal beneide ich da schon die Kollegen aus anderen Abteilungen, die von Deutschland über Russland und China nach Australien und dann in die USA fliegen. Allerdings wäre mir das auf Dauer wahrscheinlich auch zu viel.

  2. Hey, schönes Bild? Kann man da theoretisch auch einfach rüberspazieren oder sieht das nur so aus?

  3. @Olaf: Glaube nicht, waren wohl mehr Eisbrocken als eine geschlossene Eisdecke. Manche Schiffe sind auch noch gefahren.

    @LittleMissSunshine: Ich glaube, solche Dienstreisen will ich gar nicht machen 🙂


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