Verfasst von: Nummer Neun | 12. Februar 2012

[PS3] Eurosport Winter Stars

Eine neue Folge der überaus beliebten Reihe Nummer Neun stellt Spiele für die Playstation vor. Passend zur Jahreszeit und dem Wetter heute mit:

Wie bei so vielen in meinem Alter sind auch bei mir die ersten Erinnerungen an Computerspiele die legendären Summer Games und Winter Games. Wie man da durch wildes Rütteln am Joystick seine pixeligen Sprinter über die Strecke geschickt hat, was war das für ein Spaß!

Am Spielprinzip hat sich seitdem wenig verändert. Auch bei dieser aktuellen Variante tritt man alleine oder mit mehreren in allerlei verschiedenen Wintersportarten gegeneinander an. In Winter Stars stehen elf verschiedene Disziplinen zur Verfügung. Die Palette reicht dabei von klassischen Sachen wie Biathlon, Bob, Eiskunstlaufen, Skifliegen und der Abfahrt über die von Olympia bekannten Curling, Snowboard und Short Track bis hin zu Fun Sportarten wie Schneemobil, Freeride und Paraski.

Die Umsetzung der einzelnen Spiele ist dabei durchweg recht ordentlich. Die Steuerung hat man eigentlich schon beim zweiten Durchlauf drauf. Aber wie es bei so einer Minispielesammlung (und mehr ist es ja im Prinzip nicht) logisch ist, gefallen einem manche Disziplinen besser als andere. Den Sinn von Paraski z.B. konnte ich bisher nicht erkennen. Auch ist es in manchen Disziplinen, wie z.B. beim Snowboarden möglich, einige Tricks zu machen. Wenn jedoch nur die Zeit entscheidet, hat das irgendwie keine Auswirkungen.

Richtig spaßen machen die Schneemobilrennen und Bob, Short Track ist ebenfalls sehr kurzweilig – auch wenn ich das klassische Eisschnelllauf lieber gesehen hätte. Curling ist sehr spannend und bildet einen schönen Gegenpol zu den ganzen Schnelligkeitsdisziplinen. Beim Biathlon ist das Schießen recht tricky, macht aber auch Spaß. Dagegen fällt das Skifliegen sehr ab, weil dort sowohl Steuerung als auch Punktevergabe sehr undurchsichtig sind.

Fahrt beim Freeride mit und steigt in den Bob

Die Aufbereitung ist ganz gut gelungen. Kleine Zwischensequenzen zwischen den Wettkämpfen verstärken den TV-Eindruck und bilden Dank des Maskottchens die Klammer um die einzelnen Spiele. Die Steuerung ist vor den Wettkämpfen und während des Spiels ganz gut erklärt. Nur ab und an hätten einige Zwischengrafiken mit den Spielständen noch gut getan. Die Grafik ist ok, kann aber mit den Großen der Branche nicht ganz mithalten.

Das Spiel kann man sowohl alleine im Karrieremodus spielen, als auch im Mehrspielermodus Offline und Online. Seine Stärke hat es dann natürlich, wenn man zu mehreren vor dem Bildschirm sitzt und dank Splitscreen alle gleichzeitig auf die Jagd nach Medaillen gehen. Gestern waren wir zu dritt hier und es wurde ein beinharter Wettkampf, bei dem auch ungeübte Mitspieler recht schnell Erfolge erzielen können. Dann macht es am meisten Spaß. Alleine zu Hause würde ich es allerdings eher nicht einlegen.

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Responses

  1. Hm, kommt das wirklich an die nostalgischen Pixelhaufen von Damals ran? Abgesehen vom Nostalgiefaktor bei gaaaaaanz alten Spielen (Wie hieß nochmal das erste Fußballspiel auf NES?) spiele ich schon lange keine Sportspiele mehr, wenn ich schon eine Konsole habe, die mir theoretisch alles vorgaukeln kann, warum soll ich da eine simulation der Realität wollen?

  2. Den alten Charme hat es natürlich nicht, gemessen an den aktuellen Möglichkeiten ist das Game ja auch nicht grade High End, aber für ein spaßiges Spiel mit Freunden ist es gut genug.


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