Verfasst von: Nummer Neun | 18. März 2012

Fantasy Filmfest Nights 2012

In den letzten Jahren war ich ja immer gerne auf dem Fantasy Filmfest im Herbst. Dieses Jahr nun war ich das erste Mal auch auf den Fantasy Filmfest Nights. Gleiches Konzept, nur kürzer: Alle Filme laufen innerhalb von nur zwei Tagen.

Veranstaltungsort war das Cinema, nicht grade mein Lieblingskino in München. Der Saal ist mehr lang als breit, steigt so gut wie nicht an und man sitzt recht eng. Lediglich auf dem Balkon, wo wir einen der Film gesehen haben, hat man richtig schön Platz und super bequeme Ledersessel. Aber gut, aufs Filmfest geht man ja auch wegen der Filme. Und davon waren es drei in diesem Jahr.

Love

Astronaut Miller ist das einzigste Besatzungsmitglied der ISS und dreht seine Runden um die Erde. Als die Funkverbindung abbricht, ist er vollkommen isoliert. Ein bildgewaltiger Weltraumfilm, zu der Angel & Airwaves den Soundtrack entworfen haben.

Im Programmheft werden Parallelen zu 2001 und Moon gezogen, die kann der Film aber in keinster Weise erfüllen. Nichts gegen ruhige Filme, aber dieser hier war lange sehr öde. Das Ende hätte episch werden können, wenn man es dann klarer erzählt hätte. So blieben jede Menge Fragezeichen übrig, wir haben den Film jedenfalls nicht verstanden. Schade, weil er von der Optik und vom Sound her durchaus gut war.

Wertung: 4 von 10 Punkten

We Need To Talk About Kevin

Kevin ist ein richtiges Arschlochkind. Feindselig und verachtend, macht er besonders seiner Mutter das Leben zur Hölle. Deren Leben war vorher eigentlich gut, doch als Kevin sein böses Werk vollendet hat, ist sie die meistgehasste Mutter Amerikas.

Ein verstörendes Drama. Besonders das große Finale hat es in sich. Wenn ich mal die Veranstalter zitieren darf: haben die letzten 30 Filmminuten noch nie einen so stillen Kinosaal erlebt! Das hat sich am Anfang noch nicht so abgezeichnet, der Anfang war durch die vielen Zeitsprünge etwas konfus, klarer wurde es erst, als man länger in einer Handlungszeit blieb. Tilda Swinton gibt als Mutter eine ganz hervorragende Performance ab, auch Kevin als Teenager ist faszinierend.

Wertung: 8 von 10 Punkten

Chronicle

Andrew stößt mit seinen Kumpels mitten im Wald auf ein völlig unbekanntes Dings. Kurz darauf entwickeln die Jungs telekinetische Kräfte, die von Tag zu Tag stärker werden. Aus der großen Kraft wächst große Verantwortung, mit der nicht jeder der drei umgehen kann.

Was würde man machen, wenn man plötzlich zu einem kleinen Jedi wird? Der Film zeigt, wie die Jungs damit umgehen. Das ist in der ersten Hälfte ein vergnügliches feel good movie, dreht sich dann aber zu einem großen und düsteren Showdown mitten in Seattle. Netter Film, der auch optisch recht hochwertig ausschaut, der ganz große Wurf ist es jedoch nicht. Aber kann man sich geben.

Wertung: 7 von 10 Punkten

***

Also mal wieder eine Veranstaltung mit Licht und Schatten, aber so muss es sein. Wenn im Herbst dann das richtige Filmfest kommt, bin ich wieder dabei.

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