Verfasst von: Nummer Neun | 12. Dezember 2012

Netzwerken

Ich hätte ja nie gedacht, dass ich mal ein Netzwerk haben werde. Aber in einem Zeitalter, in dem der Toaster mit dem Staubsauger sprechen kann, kommt man wohl nicht drum rum, wenn man denn die multimedialen Möglichkeiten auch nutzen möchte. Bei mir erfolgte der Startschuß ja vor ca. einem Jahr mit dem Kauf meiner neuer Stereoanlage, die via Netzwerk auf die mp3s meines Computers zu greifen konnte. Netter Nebeneffekt damals: Auf einmal konnte auch meine Playstation auf die Musik und die Fotos meines Laptops zu greifen.

Nun dachte ich mir: War das denn schon alles? Ist ja doch noch etwas umständlich, erst den Laptop hoch zu fahren, damit der Herr Sony meine Musik spielen kann. Also habe ich etwas recherchiert und bin auf das Thema Netz-Laufwerke gestoßen. Und habe mir eines bestellt. Das My Book Live von Western Digital mit der unfassbaren Größe von zwei Terrybyte

Externe Netzfestplatte WD

Aufgestellt in einer hinteren Ecke wirkt sie sehr unscheinbar

Was macht so ein technisches Dings? Es funktioniert wie eine normale externe Festplatte, nur mit dem Unterschied, dass man sie eben direkt mit seinem Netzwerk (d.h. bei mir mit dem W-LAN Router) verbinden kann. Und dann ist es ein zusätzliches Laufwerk auf dem PC. Und auch die anderen Geräte im Netzwerk (also bei mir die Anlage und die Playstation, Tab und Smartphones wären eine weitere Möglichkeit, besitze ich aber nicht) können darauf zu greifen.

Eingerichtet war es recht schnell, nur die Stecker rein und die Software auf einem Laptop installieren. Mehr Kopfzerbrechen haben mir dagegen die Ordner gemacht. Außer den vordefinierte Public-Ordnern ist es mir nicht so wirklich gelungen, weitere Ordner zu definieren, so dass ich erst mal die normalen Ordner nutze. Es hat auch etwas gedauert, bis ich das mit der Sicherheit verstanden hatte – aber da das Laufwerk nicht funkt sondern per Kabel mit dem Router verbunden ist, sind meine Daten auf dem Laufwerk so lange sicher, wie auch mein Netzwerk sicher ist.

Es hat auch etwas gedauert, bis ich heraus gefunden habe, wie ich funktionierende Playlists für die Musikdateien erstellen kann. Mit dem Windows Media Player ging das nämlich nicht auf Anhieb – ich musste die Files über den Windows Explorer in die Playlist setzen. Aber nach dem auch diese Hürde genommen war, funktionierte das ganze einwandfrei. Die Sony-Anlage vorne spielt gerade einen Song von Johnossi ab, der hinten auf der schwarzen Box abgespeichert ist. So wie es sein soll.

Sony CMTG2NIP und WD Netzfestplatte

Beide Geräte im Zusammenspiel

Etwas erstaunlich finde ich schon, dass alles im Prinzip so funktioniert, wie ich das wollte. Weil der große Technik-Freak und Hardware-Bastler bin ich eigentlich nicht. Never touch a running system sag ich jetzt erst mal, wie und warum das funktioniert, werde ich nicht hinterfragen.

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