Verfasst von: Nummer Neun | 19. Mai 2011

KSC Bilanz 2010/2011

Was für ein Glück, die Saison ist endlich vorbei. Es hat für den KSC grade noch so zum direkten Klassenerhalt gereicht, durch den Sieg am letzten Spieltag hat Karlsruhe das Schneckenrennen für sich entschieden. Zeit, um mal ein wenig Bilanz zu ziehen. Dafür habe ich einfach mal aus den verschiedenen Quellen ein paar Zahlen zusammen geschmissen. Bei 39 eingesetzten Spielern von den 4 Trainern kann man ja schnell mal den Überblick verlieren.

Torhüter

Das muntere Wechselspielchen der beiden Torhüter sieht man auch hier. Eine klare Nummer 1 gab es in der Saison nicht, die Noten sind aber besser, als ich vermutet hätte. Beide waren Unsicherheitsfaktoren, immer für Wackler gut. Der Abwehrkette davor konnten sie keine Stabilität verleihen. Beide haben noch Vertrag für die nächste Saison, bekommen aber mit Orlishausen aus Erfurt neue Konkurrenz.

Abwehr

72 Gegentore in einer Saison sprechen eine deutliche Sprache: Das war der Schwachpunkt des Teams. Wie man sieht, gab es 5 Spieler, die den Kern der Kette bildeten. Die 3 mit der meisten Einsatzzeit werden in der nächsten Saison nicht mehr da sein. Zimmermann wird dem KSC abgekauft, Schäfer und Matthias Langkamp (der, mit dem einzigsten Platzverweis der Saison) erhalten keine neuen Verträge. Sebastian Langkamp, der von den 5 mit dem besten Notenschnitt, wird wohl die einzigste Konstante bleiben. Müller war in dieser Saison immer der erste Ersatz in der Innenverteidigung und wird das wohl auch bleiben. Stadler kam im letzten Saisonviertel zu seinen Einsatzzeiten auf der Schäfer-Position und wird vermutlich weiter aufgebaut werden. Die Wintereinkäufe Witschi und Hudec spielten so gut wie keine Rolle und werden dementsprechend im Sommer auch schon wieder gehen.

Mittelfeld

Timo Staffeldt ist wohl einer der Gewinner der Saison. War er jahrelang immer ein Wackelkandidat hat er sich dieses Jahr zum uneingeschränkten Stammspieler entwickelt. Und mit 12 Scorerpunkten gab es keinen besseren. Wintereinkauf Buckley hat ebenfalls von Beginn an das Spiel bereichert, seine Bilanz ist da recht deutlich. Mutzel und Aduobe kamen auf sehr viele Einsatzzeiten, die Notenbilanz zeigt aber auch, dass es nicht grade ihre beste Saison war. Mutzel bekommt nun keinen neuen Vertrag mehr, Aduobe beendet seine Karriere. Groß könnte ihr Nachfolger werden, er hat schon ganz gute Ansätze gezeigt. Rupp ist ein weiterer Aufsteiger in dieser Saison. Technisch sehr gut. Bekam immer wieder seine Chance, war aber manchmal noch etwas arg fahrlässig. Soll aber nächstes Jahr eine der Stützen werden. Potenzial für die Stammelf hatten auch immer Krebs und Engelhardt, beide waren aber immer wieder mit Verletzungen beschäftigt.

Sturm

Der Sturm hat seine Sache im Prinzip gut gemacht in dieser Saison. Das man die 72 Gegentore halbwegs auffangen konnte, lag an ihnen. Und wie man sieht, waren alle wichtigen Spieler in etwa alle 100 – 160 Minuten an einem Treffer beteiligt. Kapitän Iashvili fällt da etwas ab, hat einige sehr gute Chancen vergeben und wenn man seine 3 Elfer abzieht, sinkt seine Bilanz noch etwas weiter. Aber an den 11 gelben Karten sieht man, sein Einsatz war immer da. Chrisantus hat über das ganze Jahr hinweg sehr regelmäßig getroffen und grade in den letzten Monaten unter Scharinger noch mal seine Leistung gesteigert. Seine Leihe vom HSV läuft aus, man will ihn aber halten. Auch Fink in der Vor- und Cristea in der Rückrunde haben ihren Anteil gehabt. Besonders natürlich Cristea mit den beiden Treffern im Finalspiel gegen Union. Terrazzino ist in der Rückrunde in die Mannschaft gewachsen und gilt als einer der Hoffnungsträger für die neue Saison. Die übrigen Spieler standen meistens nur für Kurzeinsätze auf dem Platz.

Die 1. Elf

Schaut man sich nun also die komplette Saison an, dann war das hier die Stammelf aller Trainer:

Robles – Schäfer, Langkamp, Langkamp, Zimmermann – Mutzel, Aduobe – Buckley, Staffeldt – Iashvili, Chrisantus

Auf der Bank nahmen Platz: Nicht, Müller, Rupp, Krebs, Fink, Cristea, Terrazzino. Von der Namen her keine schlechte Mannschaft. Das man trotzdem gegen den Abstieg spielen musste, erklärt die Unzufriedenheit, die rund um den Wildpark in diesem Jahr herrschte. Nach jetzigem Stand werden in der neuen Saison aus der 1. Elf 5 Spieler sicher nicht mehr dabei sein, die 7 Bankspieler sind im Moment alle noch eingeplant.

Die neue Saison

Bereits kurz nach Ende der Saison hat man die Weichen für das neue Spieljahr gestellt. 10 Spieler bekommen keine neuen Verträge, Zimmermann wechselt vermutlich nach Gladbach, 3 neue Spieler stehen schon bereit. Die Zielsetzung bei der Kadergestaltung laut Präsident Wellenreuther ist: Wir wollen mit den Spielern, die bei uns bleiben und den Neuzugängen, die hinzustoßen, eine junge, erfolgshungrige Truppe stellen, die mit ihrer Art Fußball zu spielen, die Zuschauer begeistern soll (via). In wie weit man das verwirklichen kann, wird sich zeigen. Der große Wurf wird mit Sicherheit nicht auf Anhieb drin sein, alle sollten zufrieden sein, wenn man sich nächstes Jahr irgendwo im sicheren Mittelfeld wieder findet.

Quellen: KSC.de, Kicker.de, eigene Berechnung. Die Einteilung nach Positionen ist vom kicker übernommen. Kritik daran bitte nicht an mich.

Siehe auch: KSC 2010/2011

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