Verfasst von: Markus | 25. November 2009

Der Soundtrack für eigentlich alles

Ein zotteliger Sänger mit langen Haaren, Vollbart und einer Robe. Eine Gitarrero mit Vokuhila, Oberlippenbart und knallrotem Hemd. Dazu eine Band mit weiteren Gitarren, Schlagezeugern und Orglern. The Soundtrack Of Our Lives gaben sich in München die Ehre, zelebrierten ihr zwei Stunden langes Konzert und machten aus dem 59:1 eine bessere Welt.

So wie ich bei den Alben immer das Gefühl habe, stundenlang zu hören zu können, so war es auch beim Live-Auftritt. Sie hätten von mir aus noch ewig weiterspielen können. Die Stücke gingen quer durch alle Album, mit den Höhepunkten für mich ganz klar vom Behind the music-Album. Aber auch von der aktuellen Doppel-CD (für alle mp3-Besitzer: das ist das mit dem häßlichen Cover) waren mit Thrill Me und Babel On einige Highlights vertreten. Als bei der zweiten (!) Zugabe die ersten Takte von Tonight geklimpert wurden, bekam ich eine Gänsehaut. Mit einer XXL-Version von Nevermore ging schließlich dieses denkwürdige Konzert zu Ende.

Konzerte am Montag sind furchtbar. Man muss danach noch eine ganze Woche zur Arbeit. Dieses Konzert war um kurz nach Mitternacht aus. Dann noch kurz ausquatschen, Jacke holen und ab nach Hause. Dort wartete am Bahnhof dummerweise noch der Burger King auf mich, so dass ich dann um 1 Uhr einen Double-Chesseburger verdrückte, bevor es ins Bett ging.

Gezeichnet.

Am nächsten Morgen ging es nicht ganz so lockerflockig aus dem Bett, der ganze Tag war eher zäh. Zwischendrin fiel mir dann auf, dass mir noch Reste vom Einlaß-Stempel im Gesicht klebten.  Nach ein paar Minuten schrubben konnte ich die Spuren dann aber beseitigen.

Soundtrack Of Our Lives. Ein Name, mit dem alles gesagt ist.

Verfasst von: Markus | 21. November 2009

Baukastensystem

Die Zutaten für einen ordentlichen Katastrophenfilm:

  • Eine Katastrophe von epischen Ausmaßen
  • Ein durchgeknallter Wissenschaftler, der zuerst nicht für voll genommen wird
  • Eine Behörde oder die Regierung, die zu allererst ihre eigenen Interessen verfolgt
  • Ein Hauptdarsteller, der sein Leben nicht auf die Reihe bekommt
  • und von seiner Familie getrennt lebt
  • aber während der Katastrophe über sich hinaus wächst
  • Eine Vater/Sohn-Problematik

All das hat 2012. Viel mehr sollte man von der Story jedoch nicht erwarten. Tat ich auch nicht, als ich mir gestern Abend den Film im Kino (mit Überlänge und Pause, für 9,90 €) an schaute.

The temple of your dreams

Vorweg gesagt: Der Kinosaal war riesig. Bestimmt 1.000 Plätze im Zuschauerraum, eine gigantische Leinwand. Und genau das ist es, was dieser Film braucht: Größe. Wie schon geschrieben, die Story ist aus dem Baukastensystem, die Bilder auf dem Schirm dagegen zum Staunen. In so einem Ausmaß und so einer Detailtiefe ist die Welt noch nie untergegangen. Das war schwer beeindruckend und konnte auch die ganzen zweieinhalb Stunden fesseln. Da mögen europäische Filme in den letzten Jahren noch so originell und vergnüglich gewesen sein, wenn dann Emmerich in seiner Königsdisziplin in Hollywood mal ran darf, pustet er alles andere einfach weg. Popcorn-Kino vom feinsten, für solche Filme wurden Kinos gemacht.

Sonstso: Ich habe das Layout mal ein wenig abgeändert und auch ein neues (winterliches) Headerbild eingefügt. Bin soweit eigentlich damit recht zufrieden, nur dass die Kategorien gaaaanz unten stehen, stört mich noch ein wenig. Aber die entsprechende Funktion zum Abändern habe ich bisher nicht gefunden.

Verfasst von: Markus | 17. November 2009

Wer zu spät kommt

Sie hat es heute leider nur auf Platz 3 geschafft. Platz 3 auf der Liste derer, die eigentlich zu spät dran waren, aber ihre S-Bahn trotzdem noch bekommen haben.

Platz 3: Sie kam (die Rolltreppe runter), sah (dass die Tür der Bahn zu ging), schrie aaaaaaaaaahhh und rannte los. Mit ausgestreckten Armen, glaube ich. Sie erreichte ihre Bahn grade noch so.

Platz 2: Die Tür ging zu, er kam angerannt und hüpfte noch rein. Dummerweise blieb er mit dem Fuß an der schließenden Tür hängen, was zur Folge hatte, dass er böse ins Straucheln kam und sich fast der Länge nach hinlegte. Aber immerhin: Er war in der S-Bahn!

Platz 1: Die Tür ging zu, er rannte los. Er sprang ab und landete mit einem lauten Knall und beiden Füßen gleichzeitig in der Bahn. Zwar kein sauberer Telemark, aber trotzdem souverän. Und es war ein Bild für Götter, wie sich sein zufriedenes Grinsen in ein verlegenes Lächeln verwandelte, als er merkte, dass ihn alle etwas ungläubig anstarrten. Aber hey, er hatte seine Bahn noch bekommen.

Passend dazu fiel mir vor einer Stunde auf einmal ein Lied wieder ein, was ich seit Jahren nicht mehr gehört hatte und damals eigentlich auch schon nicht besonders häufig. Und da mich das suchen danach jetzt fast 30 Minuten gekostet hat, muss das jetzt auch hier rein. Ist aber auch fies. Unkle mit k. Wer soll denn darauf kommen? Und beim Schluß des Videos bekomme ich immer noch eine Gänsehaut.

Passend übrigens wegen dem U-Bahn-Motiv im Videoclip.

Verfasst von: Markus | 14. November 2009

Themen, die es nicht in den Blog geschafft haben

…und deshalb jetzt hier nur in Kürze abgehandelt werden:

  • Kennt jemand Arme Ritter? Habe mir die Zubereitung letzte Woche beim Heimaturlaub haarklein erklären lassen, werde ich zeitnah dann einmal selbst versuchen. Und sind dann hoffentlich so lecker wie zu Hause.
  • Freie Tage werden teuer: Hatte am Montag frei und war in der Stadt einkaufen. Nachdem ich mich durch 5 verschiedene Läden gequält hatte, stand am Ende der Einkaufstour ein dünner Pulli und eine dicke Winterjacke. Letzters von einer Marke, von der ich vorher noch nie etwas gehört hatte: Khujo.
  • Mexikaner machen gutes Essen und gute Cocktails. Allerdings ist mir die Verbindung zwischen Mexiko und Cocktails nicht so ganz klar.
  • Die Unterscheidung von Café und Kaffee macht mir Probleme. Gar nicht erst zu reden von der Richtung Präposition (siehe auch: Ich gehe in die Arbeit / Ich gehe auf die Arbeit). Aber egal ob Café oder Kaffee: Das Gebräu schmeckt mir eh nicht und ich hasse alle Leute für den Satz ich brauch erstmal nen Kaffee.
  • Und da das grade ein wenig bürosprech war, muss ich auch mal festhalten: Ich hasse Stromberg! War witzlos, ist witzlos, wird immer witzlos bleiben. Da habt ihr’s, ihr Nerds!
  • Neues vom KSC: Manager Dohmen wird ab nächstem Sommer etwas mehr Freizeit haben, er wird seinen Vertrag nicht verlängern. Dafür ist Stürmer Serhat Akin ab sofort beruflich wieder mehr eingespannt: Der türkische Ex-Nationalspieler unterzeichnete einen Vertrag bis Ende der Saison.
  • Ob Dohmens Entscheidung etwas mit meinem Erfolg beim Football Manager zu tun hat, ist nicht bekannt. Jedenfalls möchte ich einmal festhalten, dass ich dort gleich in der ersten Saison den Aufstieg in die erste Liga geschafft habe. Und das nur mit dem vorhandenen Kader und einem zusätzlichen Stürmer aus Brasilien. Zur Selbstbeweihräucherung die Leistungsbilanz des Hauptkaders:

Football Manager 2010

Die Torfabrik Chrisantus / Stindl

Und damit allen ein schönes Wochenende bzw. einen schönen Sonntag. Ist ja schon wieder fast Samstag Abend. Wie schnell die Zeit vergeht. Was aber auch was gutes hat: Es gibt endlich wieder Dominosteine!

Verfasst von: Markus | 9. November 2009

Ausnahmezustand

Da hatte ich mir ja genau das richtige Wochenende heraus gesucht, um nach Hause zu fahren. Bereits am Morgen kreiste dort der Polizeihubschrauber über der Innenstadt und sollte auch für den restlichen Tag bleiben.

Eine Demonstration der NPD war für diesesn Tag in meiner Heimatstadt angekündigt. Begleitet wurde sich von einer großen Gegendemonstration und einem dementsprechen hohen Polizeiaufgebot, welches die Innenstadt in eine Festung verwandelte. Polizeiwagen standen in Reihe auf beiden Seiten der gesamten Einkaufsstraße.

Polizeikorso

Der Fuhrpark in voller Pracht

So viel Polizei an einem Ort hatte ich bisher noch nicht gesehen, nicht einmal beim Hochsicherheitsderby Stuttgart gegen Karlsruhe im vergangenen Jahr. Die Straßen waren also voll, die Geschäfte dagegen natürlich leer. Ein gespenstisches Szenario.

Verabredet war ich am Nachmittag für einen Café. Nachdem wir beide irgendwann einen Weg auf die Einkaufsstraße gefunden hatten, nahmen wir dann in einem Café Platz, direkt am Fenster. Nebenbei gesagt: Als ich das letzte Mal dort war, hieß es noch anders, aber sah genau so aus. Wie die Zeit vergeht.

Man quatschte also ein wenig, während sich draußen die Polizei zusammenzog und ihre Abriegelung praktisch direkt vor dem Café aufbaute. Die Tür wurde sicherheitshalber abgeschlossen, ab und an kam mal einer der Sturmtruppler zum Pinkeln rein.

Beste Sicht

Beste Sicht auf alle Plätze

Passiert ist dann letztlich zum Glück wenig. Die Gegendemonstraten erreichten, dass die Nazis nicht über die Einkaufsstraße (Zitat: Die Hauptschlagader der Stadt) gelangten, sondern für ihre genehmigte Demonstration eine Alternativroute nehmen mußten. Die Polizei nahm die Personalien einiger Gegendemonstranten auf und dabei blieb es dann auch. Irgendwann später kehrte wieder der Alltag ein. (Siehe auch: Frankurter Rundschau)

Demonstration

Der Hot Spot des Tages gegen Ende der Aktion

Ältere Artikel »

Kategorien